Lara Gut testet den Plug-In-Hybrid

Ein Tag einmal abseits von Bergen und Skipiste für Skistar Lara Gut-Behrami. Die Tessinerin erkundet im Audi Q5 TFSI e, dem neuen Plug-In-Hybrid, die schönen Seiten in und um Zürich.

Von David Schnapp (Interview) und Adrian Bretscher (Fotos)

Es ist perfektes Ausflugswetter, als Lara Gut-Behrami am Morgen mit dem nachtblauen Plug-In-Hybrid SUV, dem Audi Q5 TFSI e lautlos in Hausen am Albis vorfährt. Ein Rotmilan kreist über dem Feld gegenüber, das zürcherische Jonental auf der Südseite des Albis präsentiert sich in prächtiger Herbstidylle. Die 28-jährige Skirennfahrerin nutzt die Zeit zwischen zwei Trainingsblöcken in verschiedenen Teilen der Erde, um Geschäftstermine wahrzunehmen, die Landschaft zu geniessen – und für einen Besuch im Audi e-tron experience center am Utoquai in Zürich. Dort will sie sich über die Vorzüge der neuen elektrizierten Modelle informieren.

Lara Gut-Behrami, Sie haben Bewegung gewissermassen als Lebensinhalt gewählt. Was ist das Schöne daran?

Das ganze Leben ist Bewegung, die Natur bewegt sich unablässig, Bewegung macht uns letztlich aus. Sich nicht bewegen ist unnatürlich, denn unsere Existenz ist ja nicht statisch. Vorwärts zu gehen ist immer besser als stehen zu bleiben. Ich mag diesen Zustand der ständigen Weiterentwicklung. 

Wie ist es mit Geschwindigkeit, war die für Sie immer selbstverständlich?

Ich hatte noch nie Angst vor Geschwindigkeit, schon als kleines Kind nicht. Und wir suchen als Skirennfahrerinnen natürlich diese Momente, wo das Adrenalin den Körper durchströmt. Andererseits gibt es für jede Situation das richtige Tempo, langsam ist manchmal besser.

Wie wichtig sind Ihnen Motorenkraft und PS-Zahl?

Ich fahre grundsätzlich lieber schlau als schnell, aber ich durfte zum Glück immer tolle Autos von Audi fahren. Immerhin lege ich rund 70’000 Kilometer pro Jahr zurück, da sind mir ein paar PS mehr lieber als ein paar zuwenig. Gerade im Winter bedeutet Kraft und quattro-Allradantrieb auch mehr Sicherheit. 

Welcher Typ Autofahrerin sind Sie: eher entspannt mit dem Ellbogen auf dem Türrahmen oder konzentriert mit beiden Händen fest am Lenkrad?

Stress ist nicht gut beim Autofahren, aber wenn man 120 km/h fahren darf, mag ich auch nicht mit 80 km/h unterwegs sein. Ich nutze auch gerne die Audi Assistenzsysteme wie die Spurwechselwarnung oder die Adaptive Cruise Control, die automatisch die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug hält. Die Technik nimmt einem natürlich nicht alles ab, aber es ist eine hilfreiche Unterstützung, gerade bei den vielen Langstrecken, die ich fahre.

Was darf nicht fehlen, wenn Sie im Auto unterwegs sind?

Wasser ohne Kohlensäure! Und ich höre stets Musik über Spotify. Oder was ich noch viel lieber mache: Ich telefoniere mit meinem Mann.

Für ländliche Entdeckungsreisen so geeignet wie für den Stossverkehr: Lara mit dem Audi Q5 TFSI e in Hausen am Albis und in der Zürcher Innenstadt.
Für ländliche Entdeckungsreisen so geeignet wie für den Stossverkehr: Lara mit dem Audi Q5 TFSI e in Hausen am Albis und in der Zürcher Innenstadt.

Der Q5 TFSI e lässt sich über die myAudi App vorklimatisieren. Was ist für Sie die ideale Temperatur im Auto?

Die Vorklimatisierung ist schon was Besonderes. So kann ich auch nach einem Tag auf der Piste mein Auto bereits vorwärmen, in der Regel auf angenehme 20 Grad.

Auf welche Komfortfunktion in Ihrem Audi möchten Sie nicht verzichten?

Die Lenkradheizung. Wenn ich darüber nachdenken würde, wie oft ich in meinem Leben schon kalte Hände hatte, müsste ich wohl den Beruf wechseln (lacht).

Haben Sie eine Lieblingspiste auf Asphalt für das Auto? Wo fahren Sie besonders gerne durch?

Das ist einfach: immer die Strecke nach Hause. Und durch die Boost Funktion im Auto komme ich sogar noch besser ans Ziel. Das kann aus dem Engadin sein, aus Slowenien oder wenn ich aus Übersee zurück komme wie gerade kürzlich.

Skirennfahrerin Lara Gut-Behrami geniesst mit dem Audi Q5 TFSl e eine Fahrt auf dem Zürichsee – auf der Fähre von Horgen nach Meilen.
Skirennfahrerin Lara Gut-Behrami geniesst mit dem Audi Q5 TFSl e eine Fahrt auf dem Zürichsee – auf der Fähre von Horgen nach Meilen.

Sind Sie eine gute Beifahrerin?

Ich schlafe nicht gut im Auto, bin aber ganz entspannt, wenn ich nicht selber am Steuer sitze. Das heisst, ich mische mich nicht in die Angelegenheiten des Fahrers ein.

Der Audi Q5 TFSI e kann 40 Kilometer rein elektrisch fahren, die Batterie lässt sich an einer Ladestation füllen. Begeistern Sie sich für technischen Fortschritt dieser Art?

Ja, ich finde es toll, dass sich die Technik immer weiterentwickelt. Irgendwann fahren wir vielleicht gar nicht mehr mit Benzin, weil es bessere Möglichkeiten gibt. Es ist wie mit der Bewegung: Wer stehen bleibt, kommt nicht weiter.

Energie tanken – fürs Fahrzeug ebenso unerlässlich wie für die Skirennfahrerin.
Energie tanken – fürs Fahrzeug ebenso unerlässlich wie für die Skirennfahrerin.

Elektroautos sind lautlos, finden Sie das angenehm?

Bei einem sportlichen Auto gehört es oft dazu, dass es auch eine gewisse Geräuschkulisse entwickelt – nicht zuletzt aufgrund des Sicherheitsaspekts für die Fussgänger. Da es aber auch schon überall genügend Lärm gibt, finde ich es ganz angenehm, wenn sich ein Auto nahezu lautlos bewegt. 

Und was hören Sie, wenn Sie auf Skiern eine Abfahrtsstrecke hinunterfahren?

Um ehrlich zu sein: Da höre ich nichts. Mein Fokus liegt auf der Strecke, ich spüre den Schnee, die Skis und meinen Körper, aber ich nehme keine akustischen Signale wahr.

Lara nutzt eine Fahr-Pause auch für ein paar Fotos von Zürich aus der Höhe.
Lara nutzt eine Fahr-Pause auch für ein paar Fotos von Zürich aus der Höhe.

Sie waren 2018 im Rahmen des ersten Zürcher E-Prix als Beifahrerin in einem Audi Renn-e-tron unterwegs. Was war das für ein Gefühl?

Es ist anders als beim Skifahren. Dort braucht man den ganzen Körper. Beim Mitfahren sieht man bloss, wo es durchgeht – mehr nicht. Der Speed- und Adrenalinkick ist ein anderer, ob man mit dem eigenen Körper fährt oder mit dem Auto. 

Skifahren ist ein technischer Sport. Sind dessen Veränderungen vergleichbar mit dem Fortschritt in der Automobiltechnik?

Vielleicht in dem Sinne, dass es auf beiden Gebieten eine technische Weiterentwicklung gibt und auch bei uns Innovationen wie etwa der Airbag im Rennanzug entwickelt werden. Und eine Gemeinsamkeit ist natürlich der Windkanal. Wir können bei Audi in Ingolstadt Details verbessern – wie etwa Körperhaltung, Rennanzüge und Skistöcke, die bei der Reduktion des Luftwiderstandes zusammenspielen.

Geht es weiter, ist für das Gepäck genügend Stauraum da.
Geht es weiter, ist für das Gepäck genügend Stauraum da.

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